31.05.2021

Prof. Barbara Dauner-Lieb mit Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet

Ministerin Pfeiffer-Poensgen: Prof. Dauner-Lieb ist zentrale Persönlichkeit der Rechtswissenschaften und wichtige Impulsgeberin für Innovation in der juristischen Lehre

Prof. Barbara Dauner-Lieb mit Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet

Die Rechtsprofessorin Barbara Dauner-Lieb ist am Montag, 31. Mai 2021, für ihr jahrzehntelanges Engagement im rechtswissenschaftlichen Bereich mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen händigte der 66-jährigen das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus. Der Bundesverdienstorden ist die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland für besondere Leistungen im politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, geistigen oder ehrenamtlichen Bereich.

„Frau Prof. Dauner-Lieb ist eine zentrale Persönlichkeit der Rechtswissenschaften und hat sich insbesondere um die Verbesserung der Juristenausbildung verdient gemacht. Als wichtige Impulsgeberin setzt sie sich unter anderem für ein Jurastudium mit starkem Praxisbezug ein, um Studierende umfassend auf das spätere Berufsleben vorzubereiten. Für ihr besonderes Engagement in der Lehre hat Frau Prof. Dauner-Lieb bereits 2019 den Landeslehrpreis des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten. Ich freue mich besonders, dass ihr außerordentliches Wirken in den Rechtswissenschaften nun mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt wird“, sagt Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.   

Prof. Dr. Dr. h.c. Barbara Dauner-Lieb ist an der Universität zu Köln Inhaberin des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht und Europäische Privatrechtsentwicklung sowie Direktorin des Instituts für Arbeits- und Wirtschaftsrecht. Sie ist im Hinblick auf Innovation in der juristischen Lehre eine der aktivsten und sichtbarsten Rechtsprofessorinnen Deutschlands. So wirkt sie entschieden der mangelnden Praxis im Jurastudium entgegen, unter anderem mit dem Projekt „Recht Aktiv“ sowie dem „Kompetenzzentrum für Juristisches Lehren und Lernen“. „Recht Aktiv“ organisiert u.a. sogenannte Moot Courts, also Simulationen von Gerichtsverhandlungen, die Studierenden spezifische Kompetenzen für Verhandlungssituationen vermitteln.

Innerhalb ihres beruflichen Kontextes hat Dauner-Lieb in einem herausragenden Maße zusätzliche ehrenamtlichen Tätigkeiten übernommen, die immer wieder von großem Einsatz für Studierende geprägt sind. Dazu gehört u.a. ihre Tätigkeit als Programmbeauftragte für den Deutsch-Französischen Magisterstudiengang Rechtswissenschaften der Universitäten Köln und Paris I (Panthéon-Sorbonne). Sie gestaltet das Programm inhaltlich und unterrichtet in dessen Rahmen die deutschen und französischen Studierenden in den Einführungsvorlesungen und auch an den Wochenenden persönlich. Bei der Ausübung all ihrer Tätigkeiten ist Dauner-Lieb die Gleichstellung von weiblichen und männlichen Studierenden ein besonderes Anliegen. Sie ist Mentorin eines Projekts, das sich an Frauen auf dem beruflichen Weg in Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Industrie richtet; zudem ist sie Mentorin von „scientiam vivamus!“, einer interdisziplinären Initiative zur Förderung von Kölner Nachwuchswissenschaftlerinnen.

Dauner-Lieb studierte Rechtswissenschaft an der Universität zu Köln mit internationalen Studienaufenthalten. Nach ihrer Promotion war sie zunächst unter anderem in der Privatwirtschaft tätig, bevor sie in den Lehrbetrieb berufen wurde. Seit Herbst 2000 hat sie den Lehrstuhl an der Universität zu Köln inne. Seit 2006 ist sie zudem Direktorin des Instituts für Gesellschaftsrecht und Leiterin der dortigen Abteilung für Europäisches Gesellschaftsrecht. Ebenfalls seit 2006 ist sie Mitglied des Verfassungsgerichtshofs Nordrhein-Westfalen und sitzt diesem seit Mai 2021 als Präsidentin vor. Dauner-Lieb hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten. So wurde sie 2019 etwa zum Chevalier (Ritter) des französischen „Ordre national du Mérite“ ernannt, der nur in Ausnahmefällen an nicht-französische Staatsbürger verliehen wird.

 

Bei Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an: Telefon 0211 896-04.