13.10.2020

Rückkehrprogramm: Land vergibt 7,5 Millionen Euro an Nachwuchs der Medizinrelevanten Forschung aus dem Ausland

Bewerbungen für das Rückkehrprogramm für Medizinrelevante Forschung 2020/21 bis zum 11. Januar 2021 möglich / Ministerin Pfeiffer-Poensgen: Wir möchten diejenigen für Nordrhein-Westfalen gewinnen, die sich im Ausland mit exzellenten 
Ergebnissen bewährt haben

Die Landesregierung startet in die nächste Runde des nordrhein-westfälischen Rückkehrprogramms: Diesmal liegt der Schwerpunkt des Förderprogramms im Bereich der Medizinrelevanten Forschung. Um hochqualifizierte Nachwuchskräfte für die Forschung in Nordrhein-Westfalen zu gewinnen, lobt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen bis zu 7,5 Millionen Euro für junge Spitzenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus, die derzeit im Ausland tätig sind und ihre Arbeit künftig in Nordrhein-Westfalen fortsetzen möchten. Die Förderung sieht vor, bis zu sechs Forscher mit bis zu 1,25 Millionen Euro über fünf Jahre beim Aufbau einer Nachwuchsgruppe an einer Universität in Nordrhein-Westfalen zu unterstützt.
 
„Die letzten Monate haben gezeigt, wie wichtig die Medizinrelevante Forschung für unsere Gesellschaft ist. Die Ernennung des Cancer Research Center Cologne Essen (CCCE) zum nationalen NCT-Standort verdeutlicht bereits Nordrhein-Westfalens starke Position in diesem Feld – diese wollen wir durch die Rückkehr exzellenter Fachkräfte weiter stärken“, sagt Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen. „Dabei ist uns wichtig, alle Disziplinen anzusprechen, die für die Medizin relevant sind. Ob klassische Medizin oder Biologie, Chemie oder Medizintechnik, Public Health, Epidemiologie oder ein ganz anderes Forschungsfeld: Wir möchten diejenigen für Nordrhein-Westfalen gewinnen, die sich im Ausland mit exzellenten Ergebnissen bewährt haben und nun mit einem überzeugenden Vorhaben mit Medizinrelevanz in Nordrhein-Westfalen durchstarten wollen.“
 
Die aktuelle Ausschreibung des Rückkehrprogramms richtet sich an hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, deren Promotion mindestens zwei und höchsten sechs, im Fall eines Medizinstudiums neun Jahre zurückliegt, die derzeit im Ausland forschen und zuvor ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland hatten. Entscheidend ist, dass sie die Medizinrelevante Forschung in Nordrhein-Westfalen voranbringen können - unabhängig vom Fachgebiet.
 
Das Rückkehrprogramm zur Gewinnung exzellenter wissenschaftlicher Nachwuchskräfte gibt es in dieser Form nur in Nordrhein-Westfalen. Das Programm wird bereits zum dreizehnten Mal ausgeschrieben. 40 herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen konnten seit der ersten Ausschreibung 2007 mit Unterstützung des Programms nach Nordrhein-Westfalen zurückkehren. Der weit überwiegende Teil von ihnen lehrt und forscht heute auf einer Professur an einer Universität in Nordrhein-Westfalen. 2018 hat die Landesregierung das Fördervolumen für das Programm verdoppelt und die Zahl der geförderten Forscher von drei auf sechs erhöht. Im vergangenen Jahr lag der Fokus auf dem Thema Batterieforschung.
 
Bewerbungsschluss für die aktuelle Runde ist der 11. Januar 2021.
 
Weitere Informationen unter www.rueckkehrprogramm.nrw.de