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Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen

Die Landesregierung verleiht den Kunstpreis des Landes in den Sparten Baukunst, Musik, Literatur, Darstellende Kunst und Visuelle Künste.

Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen

Mit dem Kunstpreis Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung wieder eine zentrale Auszeichnung ins Leben gerufen, um die herausragende Leistung zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler zu würdigen. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wird einmal jährlich an eine bedeutende Künstlerin bzw. einen bedeutenden Künstler oder ein Künstlerkollektiv in einer der fünf Kunstsparten Baukunst, Musik, Literatur, Darstellende Kunst oder Visuelle Künste verliehen, deren Schaffen in enger Beziehung zum Land Nordrhein-Westfalen steht. Ein vergleichbarer Preis ist zuletzt vor über 50 Jahren als „Großer Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen“ verliehen worden.

Darüber hinaus verleiht die Landesregierung zusätzlich den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler, um den künstlerischen Nachwuchs zu stärken. 

Preisträger des Kunstpreises Nordrhein-Westfalen 2022 Johannes Schütz

Im Jahr 2022 wurde Johannes Schütz, einer der wichtigsten Bühnenbildner und Regisseure Deutschlands, mit dem Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen 2022 ausgezeichnet. Die Jury überzeugte das herausragende künstlerische Gesamtwerk des 72-Jährigen. Schütz kam in den 1980er Jahren ans Schauspielhaus Bochum, an dem er bis heute immer wieder wirkt. Er schuf zudem Bühnenbilder an vielen Theaterhäusern in Nordrhein-Westfalen unter anderem am Schauspiel Köln, am Düsseldorfer Schauspielhaus und an den Wuppertaler Bühnen. Von 2010 bis 2019 leitete der in Berlin lebende Künstler die Bühnenbildklasse an der Düsseldorfer Kunstakademie.

Mitglieder der Jury unter Vorsitz von Ministerin Ina Brandes waren in 2022:

  • Visuelle Künste: Prof. Mischa Kuball (Künstler und Professor für public art an der Kunsthochschule für Medien Köln und Förderpreisträger 1992)
  • Literatur: Hubert Spiegel (Journalist, u.a. FAZ)
  • Musik: Dr. Wolfram Goertz (Musikredakteur, u.a. Rheinische Post)
  • Darstellende Kunst: Rita Thiele (Dramaturgin, zuletzt Chefdramaturgin am Hamburger Schauspielhaus)
  • Baukunst: Prof. Karl-Heinz Petzinka (Architekt und Förderpreisträger 1981)
     

Ministerpräsident Hendrik Wüst und Kulturministerin Ina Brandes verliehen den Kunstpreis und die fünf Förderpreise am 21. November 2022 im K21, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. 

Die Portraits der Künstlerinnen und Künstler sind auf dem MKW-YouTube Kanal zu finden.

Nominierungsverfahren

Die jeweiligen Nominierungen für die Preise werden über ein zweistufiges Benennungsverfahren ermittelt, eine Eigenbewerbung ist ausgeschlossen. Vorschlagsberechtigt sind ausgewählte Führungspersönlichkeiten in Kunst und Kunsthochschulen sowie ausgewählte Kulturjournalistinnen und -journalisten. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft nimmt diese Vorschläge entgegen und gibt sie mit Empfehlungen an eine siebenköpfige Expertenjury weiter. Diese Jury unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten entscheidet über die Vergabe der Preise.