KULTUR UND WISSENSCHAFT

  IN NORDRHEIN-WESTFALEN

Dritte Orte

Neue Version der Dritte Orte-Grafik, kombiniert mit Logo

Dritte Orte

„Dritte Orte“ bieten Raum für Kultur, Bildung und Begegnung. Durch die Vernetzung mit bestehenden Angeboten und Akteuren sollen Ankerpunkte für kulturelle Vielfalt entstehen. „Dritte Orte“ stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt, leisten einen Beitrag zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse und laden zur identitätsstiftenden Verantwortungsübernahme ein. Sie sichern und erweitern die kulturelle Infrastruktur in ländlichen Räumen und verbinden haupt- und ehrenamtliches Engagement.

Kulturelle Infrastruktur ausbauen Häuser für Kultur und Begegnung in ländlichen Räumen

„Dritte Orte“ in ländlichen Räumen sind wichtiger denn je. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt daher weiterhin die Entwicklung kultureller Begegnungsorte und ihren nachhaltigen Betrieb. Das Programm ist offen und flexibel und verknüpft die Förderung der Konzeptentwicklung mit einem Beratungsangebot für die Projektträger. So werden unterschiedliche, neuartige und auch experimentelle Vorhaben initiiert und ermöglicht.

Das Programm fördert kulturelle Einrichtungen in kommunaler, frei-gemeinnütziger oder kooperativer Trägerschaft, die gemeinsam mit weiteren Institutionen, Vereinen oder Initiativen die Schaffung bzw. Weiterentwicklung eines „Dritten Ortes“ für die Region voranbringen wollen.

Zum Verständnis eines „Dritten Ortes“ im Sinne dieses Förderprogramms wurden im Rahmen eines breit angelegten Beteiligungsprozesses folgende Merkmale erarbeitet, die im Downloadbereich näher ausgeführt werden:

  • Kulturelle Angebote, Vernetzung verschiedener Nutzungen
  • Entwicklung unter Beteiligung der örtlichen Bevölkerung
  • Physischer, auf Dauer angelegter Ort
  • Gute Erreichbarkeit
  • Niedrigschwelliger, barrierefreier Zugang
  • Weit gefasste, für Besucher und Besucherinnen freundliche Öffnungszeiten
  • Einladende Atmosphäre und Gestaltung
  • Nachhaltige Verantwortungsstruktur
  • Technische Grundausstattung
  • Einbindung in die Stadt-/Dorf- bzw. Regionalentwicklung

Die Förderpraxis Umsetzung in zwei Phasen

Das Förderprogramm „Dritte Orte“ wurde 2019 zum ersten Mal ausgeschrieben; eine erste Generation von Projekten erhielt ab 2020 eine Förderung. Im Jahr 2023 wurde das Förderprogramm erneut ausgeschrieben. Weitere Informationen dazu und alle notwendigen Unterlagen finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Jede Dritte Orte-Generation besteht aus zwei Phasen:

  1. Konzeptphase / Förderphase 1: Kommunen, Vereine, Einrichtungen und Initiativen können sich zunächst für eine einjährige Konzeptphase bewerben. Der maximale Förderbetrag pro Projekt beträgt 50.000 Euro. In Phase 1 werden Maßnahmen gefördert, die zur Erarbeitung eines Konzepts zur Entwicklung oder Weiterentwicklung eines „Dritten Ortes“ entstehen, darunter z. B. Honorare für externe Beratung, Prozessbegleitung, Moderation und Gutachten, die Organisation von Beteiligungsformaten sowie kulturelle Projekte und Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit.

    Die Auswahl zur Förderung erfolgt durch eine interdisziplinär besetzte Fachjury.
     

  2. Umsetzungsphase: Förderphase 2: Unter der Voraussetzung eines ausgereiften Konzepts ist nach Beendigung der Konzeptphase der Übergang in eine dreijährige Umsetzungsphase möglich. Dafür ist eine erneute Bewerbung notwendig. In der Umsetzungsphase stehen pro Projekt maximal 450.000 Euro zur Verfügung.
     

Zur Förderung der Dritten Orte gehört eine kontinuierliche, individuelle Prozessbegleitung und fachliche Qualifizierung durch das Programmbüro Dritte Orte. Es organisiert auch den Erfahrungsaustausch der Dritte Orte-Programmfamilie etwa durch Workshops und Tagungen.

Zweite Generation Förderung 2024 bis 2028

Mit der neuen Ausschreibung einer Konzeptphase hat die Landesregierung 2023 die Voraussetzungen für weitere Dritte Orte in Nordrhein-Westfalen geschaffen. An dem bewährten, zweistufigen Förderverfahren (s. o.) und den Förderkonditionen wurde festgehalten. Verändert hat sich die Bemessungsgrundlage für die Zugehörigkeit zum „Ländlichen Raum“. Es gilt eine aktualisierte, weiter gefasste „Gebietskulisse Ländlicher Raum Nordrhein-Westfalen“ (s. u.). Damit können noch mehr Städte und Gemeinden von der Förderung profitieren als in der ersten Generation, darunter auch ländlich geprägte Stadtteile größerer Kommunen.

Mehr als 100 Bewerbungen haben Vereine, Initiativen, Ehrenamtliche, Kommunen und Gemeinden für die neue Förderrunde der Dritten Orte eingereicht. 28 weitere Konzepte wurden jetzt von einer Fachjury für eine neue Förderrunde ausgewählt. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Zusätzliche Details, die Förderkriterien sowie das Bewerbungsformular können Sie außerdem nachfolgender Übersicht und dem Downloadbereich entnehmen:

 

 

 

 

Erste Generation Förderung 2019 bis 2023

Im Rahmen des ersten Programmdurchlaufs von 2019 bis 2023 wurde die Entwicklung von 26 Dritten Orte in allen Teilen Nordrhein-Westfalens gefördert.

Die Jägerhof Genossenschaft unterbreitet interdisziplinäre Angebote aus Kultur und Bildung, für gemeinschaftliche Aktivitäten und ehrenamtliches Engagement: für alle Generationen und mit allen interessierten Bürgern, mit kreativen Projekten und kostengünstigen Angeboten, zum Ausprobieren und Mitgestalten. Das Wohlgefühl eines denkmalgeschützten Hauses mit historischem Veranstaltungssaal verbindet sich mit den Bedürfnissen einer modernen Gesellschaft. Der Jägerhof ist eine kulturelle und kommunikative Drehscheibe im Herzen der Bergneustädter-Altstadt.

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Dritter Ort: Bergneustadt

Seit Februar 2020 gibt es das „3ECK“. Es ist das Testlabor des Projekts und der erste Meilenstein auf dem Weg zum finalen Dritten Ort, in dem sich Musikschule Borken, Remigius Bücherei und weitere Partner in einem Neubau zusammenschließen wollen. Das Testlabor probiert die Angebote des finalen Dritten Orts aus und begeistert weitere Partnern und Partnerinnen und Ehrenamtliche für das Projekt. Das kostenfrei zugängliche Wochenprogramm bietet verschiedene Treffs und Kulturformate im weiteren Sinne an. Vom Spielenachmittag, über eine Vorlesestunde, Informationsnachmittage der VHS bis zum Debattieren und Singen: Das breite Angebot lädt jederzeit zum Mitmachen ein! Vor allem aber stehen die Türen offen für Interessierte und Engagierte wie Einrichtungen, Vereine und Initiativen, die das 3ECK mit Leben füllen. 

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Dritter Ort: Borken

Das Kulturstellwerk Nordlippe bringt Akteure der Jugend-, Kultur- und Bildungsarbeit in der Region Nordlippe zusammen. Dreh- und Angelpunkt ist der Standort Farmbeck mit einer Bahnmeisterei und einem Jugendwagon im Europalook für offene Jugendarbeit. Hier ist ein dauerhaft nutzbarer Kultur- und Begegnungsort entstanden. Neben der großen Bahnmeisterei-Halle und einer Jugendhütte steht ein weitläufiges Außengelände für Veranstaltungen zur Verfügung. Zudem finden vielseitige Kulturangebote entlang der Bahnstrecke Dörentrup-Barntrup-Extertal sowie in Kalletal statt. Durch das Miteinander von aktiven Ehrenamtlichen, einer Kulturmanagerin und weiteren Kooperationspartnern wird ein innovativer Mix aus Kultur-, Bildungs- und Mitmachangeboten für alle Generationen geboten – mit dem Schwerpunkt auf der Jugend.

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Dritter Ort: Doerentrup

Hoch wie breit: Schloss Ringenberg, der etablierte Ort für Kunst und Kultur, öffnet sich für die Stadtgesellschaft, für Breitenkultur mit lokaler und regionaler Verankerung. Das Herz des Dritten Ortes schlägt im „Wohnzimmer“. Der gemütliche und zugleich multifunktionale Raum steht den Menschen offen, ob für einen Plausch, das Lesen der Tageszeitung, einen Spieleabend mit Freunden. Es wird niederschwellige Angebote für alle Altersgruppen und kulturelle Anlässe geben, bei denen man sich kennenlernen und gemeinsame Projekte und Themen bearbeiten kann. Bürgerschaft, Institutionen und Vereine und Initiativen erproben neue Formate und finden neue Zielgruppen.

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Dritter Ort: Hamminkeln

„Wilhalm“ heißt der Gasthof, der lange Harsewinkels gesellschaftlicher Mittelpunkt war und nach längerem Leerstand nun einen Kulturimpuls für die kleine Stadt erzeugt. Die Stadt und ihre kulturellen Einrichtungen, die Vereine und ihre ehrenamtlichen Kulturakteure wollen den „Wilhalm“ insbesondere für junge Menschen erhalten und gestalten. Volkshochschule, Musikschule, Schulkooperationen, Vereinsaktivitäten, Gastronomie verschmelzen in einem Nutzungsmix, der mehr ist, als die Summe seiner Teile. Das Kulturprogramm ist reichhaltig und bietet für alle das passende Angebot.

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Dritter Ort: Harsewinkel

Ein wichtiges Vorhaben der Stadtentwicklung in Löhne ist die Wiederbelebung des Bahnhofs. Nachdem dieser lange leer stand, haben die neuen Eigentümer und engagierte Bürgerinnen und Bürger ein neues Nutzungskonzept erarbeitet: „Löhne umsteigen – Der Bahnhof e. V.“. In Kooperation mit der Kommune wird der Bahnhof zum lebendigen Kultur- und Lernort entwickelt. Ankermieter wird die (neue) Bücherei, es gibt reichlich Platz für Kinovorstellungen, Lesungen und Kreativworkshops. Ein Kultur- und Lesecafé mit regionalen Produkten steigert die Aufenthaltsqualität zusätzlich.

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Dritter Ort: Loehne

Der Stadt Netphen fehlten schon lange ein durchgängig geöffneter Begegnungsort sowie kulturelle Angebote besonders für Kinder und Jugendliche. Das Problem löst nun der neue Verein Qulturwerkstatt e.V., der auf Initiative von Künstlerinnen und Künstler entstand. Unter seiner Trägerschaft entstehen in einer ehemaligen Schreinerei ein neuer Kultur- und Begegnungsort mit vielen Angeboten zum Mitmachen für Jung und Alt sowie ein Qulturcafé. Niedrigschwellig, alternativ, nachhaltig… das ist das Q!

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Dritter Ort: Netphen

Nettersheim versteht sich als „resiliente“ Eifelgemeinde, die mit den Herausforderungen des sozioökonomischen Wandels im ländlichen Raum proaktiv umgeht: Das bestehende Literaturhaus soll weiterentwickelt, um ein Kulturbüro ergänzt und zum Knotenpunkt in der Vernetzung der Aktivitäten in den Dörfern werden. Das dezentrale Konzept setzt durch mobile Unterstützung für die Dorfvereine, wie ein Spülmobil oder ein Veranstaltungszelt sowie die Aufwertung der Gemeinschaftshäuser darauf, die Kultur zu den Menschen in die Dörfer zu bringen.

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Dritter Ort: Nettersheim

Der 2021 gegründete ARTandTECH.space ist ein kooperatives Projekt der Jugendkunstschule Rheine und des Berufskollegs Rheine. Der Ort bietet Raum für kreative Menschen und verbindet auf innovative Weise Kunst und Technik. In Workshops, Kursen, Projekten und freiem Arbeiten können technische, künstlerische und handwerkliche Fähigkeiten erworben und vertieft werden. Spannende Events im Bereich Film, Manga und auch der KlangKunst Tag FrequEMS erweitern das Programm. 

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Dritter Ort: Rheine

Die ehemalige Kreuzkirche in Schalksmühle hat sich zum Kulturort “8Giebel” weiterentwickelt. Der Ort für Kultur, Bildung und Begegnung. Das markante Gebäude mit den 8Giebeln prägt das Kulturleben in der Gemeinde Schalksmühle maßgeblich. Die VHS bietet Kurse an, das Kulturbüro, die Musikschule und das Jugendzentrum bringen ein vielfältiges Veranstaltungsangebot auf die „Giebel“-Bühne und ein offener Treff findet wöchentlich statt. In den Räumlichkeiten entstehen neue Formate wie ein Kinderkulturprogramm, Vereine buchen den Dritten Ort gerne als Veranstaltungsort und die Theater AG einer Schule nutzt das Kirchenschiff als Proberaum.

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Dritter Ort: Schalksmuehle

In Schmallenberg, der flächenmäßig größten Kommune des Bundeslandes, werden Kulturangebote sehr oft ehrenamtlich organisiert. Nun schafft der „Dritte Ort“ im Holz- und Touristikzentrum einen neuen, zentralen Kulturort für Veranstaltungen, Ausstellungen und Begegnung. In dem markanten Gebäude entsteht derzeit durch einen umfangreichen Umbau ein multifunktionaler Raum, den ehrenamtlich Aktive für Ihre Ideen nutzen können. Bis dahin ist der Dritte Ort „on tour“ und hält an verschiedenen Orten in der Stadt Einzug. Die Themen Holz, Wald, Tourismus, Digitalität und die Kunstsparte Fotografie finden dabei besondere Beachtung.

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Dritter Ort: Schmallenberg

Das Life House ist ein lebendiger Ort der kulturellen Begegnung mit vielen Veranstaltungen, Nutzungen und einem großen Netzwerk. Mit dem Kulturtreff „Q“ wurde ein zentraler Ankerpunkt der kulturellen Begegnung mit Aufenthaltsqualität geschaffen. Von großem ehrenamtlichem Engagement getragen wurde das Kulturprofil deutlich ausgeweitet. Es gibt jetzt: mehr und vielfältigere Kulturveranstaltungen, ein zweitägiges Indoor-Festival und eine „Life House Jam“ für regionale Bands, eine Kulturbörse, Musik- und Kreativ-Workshops, ein Reparatur Café, eine Projektküche, Unterstützung durch Social-Coworking, Beratungen... 

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Dritter Ort: Stemwede

Das Motto in Waltrop lautet: Dritter Ort sofort! Entstanden ist durch schnelle Umbauarbeiten ein gemütliches und multifunktional nutzbares „Kulturwohnzimmer“ als Pionierprojekt für die langfristige bauliche Entwicklung des Hauses der Bildung, Begegnung und Kultur. Es finden nicht nur zahlreiche Veranstaltungen, Workshops, Lesungen, Konzerte, Feiern statt. Der Raum ist kostenlos auch buchbar für ehrenamtlich Engagierte, Vereine, Initiativen. Auf Augenhöhe entwickeln kommunale Kultureinrichtungen und Zivilgesellschaft schließlich den Neubau des „Dritten Orts final“.

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Dritter Ort: Waltrop

Heimatverbunden und ortsflexibel! Wichtig ist dem jungen Team des „We love Warstein e. V.“, dass das Projekt die Attraktivität der Region steigert und sich möglichst viele Einheimische in Warstein angesprochen fühlen und aktiv einbringen – unabhängig von Alter, Profession oder Einkommen: Kreative, junge und alte Menschen, Vereine, Co-Worker, Unternehmerinnen und engagierte Bürger. Seit Beginn der ersten Projektphase 2019 musste der Dritte Ort mehrfach eine neue Bleibe finden: Nicht die zunächst favorisierte mehrgeschossige Villa, auch nicht das als Alternative gefundene Ladenlokal, sondern ein historisches Gebäude am zentralen Marktplatz wird nun zum Future Home 3.0 – kurz FH3 –, dem im doppelten Wortsinn finalen Dritten Ort! Mit kleiner Bühne für Konzerte und Lesungen, Meeting-Möglichkeiten, Co-Working-Option – und ganz viel Eigenleistung!

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Dritter Ort: Warstein

Weitere Projekte: 

Das Soziokulturelle Zentrum Schuhfabrik hat sich in mehreren Themenfeldern weiterentwickelt: Zum einen im Bereich Digitalität durch den Aufbau einer Filmwerkstatt und zum anderen beim Aspekt Diversität mit Fortbildungen und der Auseinandersetzung mit Haltungsfragen. Neu hinzugekommen ist das Gebiet der Nachhaltigkeit. Die Schuhfabrik entwickelt zudem fortlaufend auch neue partizipative und künstlerische Begegnungsformate und wendet sich bewusst an gesellschaftliche Gruppen, die das Haus mit ihrer Vielfalt nutzen und beleben.

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Dritter Ort: Ahlen

In einem beispielhaften Beteiligungsprozess wurde das Konzept für eine multifunktional nutz- und erlebbare Stadtbücherei entwickelt: Über digitale Kanäle wie auch analog mit dezentralen Bücherschränken, Lesekörben sowie Bücher-Boten hat die Bücherei ihre Reichweite in entlegene Winkel erweitert. Die Onleihe ist durch erweiterte Funktionen zur interaktiven Leser-Plattform geworden. In einem engagierten Netzwerk aus Ehrenamtlichen, Schulen, KiTas, Vereinen, Institutionen und Unternehmen werden stets neue Angebote entwickelt. Die Bücherei selbst ist ein Treffpunkt für alle mit generationsübergreifenden analogen und digitalen Angeboten und Veranstaltungen. Die Wohlfühlatmosphäre lädt zum Verweilen und „einfach Sein“ ohne Konsumzwang ein, offen, flexibel und zum Wohlfühlen.

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Dritter Ort: Bad Berleburg

Dorf- und Schlossgemeinschaft haben das Wasserschloss Reelkirchen gemeinsam entwickelt – zu einem Ort für niedrigschwellige Begegnung und einem Ort der Kunst im ländlichen Raum – mit besonderen Formaten und renommierten Gastkünstlern und Gastkünstlerinnen. „Neuland“ überschreibt der Verein sein Projekt, das Kunst und Kultur nicht als elitär und hermetisch, sondern im Gegenteil als eine der letzten Bastionen des freien Experiments und der ergebnisoffenen Versuchsanordnung in einer zunehmend zielorientiert strukturierten Welt versteht.

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Dritter Ort: Blomberg-Reelkirchen

Kulturscheune, Herrenhaus und Außengelände bilden das Kulturensemble, welches das „TIK Theater“ gemeinsam mit Förderverein, Kommune und ehrenamtlichen Akteuren zum Kultur- und Begegnungsort weiterentwickelt hat. Modellhaft wurde der Garten nach historischen Vorlagen unter Beachtung des Denkmal- und Umweltschutzes gestaltet und zu einem Ort für kulturelle Angebote, aber auch für Ruhe und Einklang. Das alternative kulturelle Angebot bietet für alle etwas Passendes. Was es nicht ist: Mainstream.

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Dritter Ort: Emmerich

Offen für Kultur und Begegnung! Für das Projekt „Kulturhof Deitmar“ haben sich Kulturschaffende aus Emsdetten zusammengeschlossen, die den Park von Hof Deitmar mit Leben füllen. Das Projekt versteht sich nicht nur als Weiterentwicklung des soziokulturellen Zentrums „Stroetmanns Fabrik“, sondern bringt mit den unterschiedlichen Projekt-Partnern wie der „Agenda Älterwerden“, den Teupen Schützen oder dem Heimatbund traditionelle Vereine und innovative Ideen aus der Soziokultur zusammen. Veranstaltungen und Konzerte, offenes Backen im Backhaus oder gesellige Plattdeutsch-Runden am Kulturhof-Kiosk, sowie offene Treffen wie Yoga im Park, Feierabend-Boule, Garten-Schach und Hoop Dance – im „Kulturhof Deitmar“ gibt es viel zu entdecken!

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Dritter Ort: Emsdetten

Eine leerstehende, denkmalgeschützte Scheune aus dem 18. Jahrhundert, zentral im Ortskern von Fürstenberg gelegen, wurde zum Begegnungs- und Kulturort, der KulturScheune1a, umgestaltet. Diese bietet Genuss und Begegnung, Kunst und Kultur für die Bevölkerung des gesamten Stadtgebietes Bad Wünnenberg mit sieben Ortsteilen, für das südliche Paderborner Land und darüber hinaus. Mit großem Gestaltungswillen engagieren sich dort Bürgerinnen und Bürger in ihrer Freizeit. Auch in Zukunft wird das Projekt in weiten Teilen ehrenamtlich getragen und organisiert.

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Dritter Ort: Fuerstenberg

In Hövelriege ist das Gelände eines Sportvereins auch zu einem Dritten Ort geworden. Er konnte sich als wichtiger Akteur in der kulturellen Szene vor Ort etablieren und begeistert mit verschiedensten Angeboten wie Theater- und Töpferkursen, dem Fotografieren sowie Bau- und Gartenprojekten. Integration und Inklusion bilden wesentliche ideelle und thematische Pfeiler des Projekts. Es ist ein Ort zum Ankommen, zum Sein und zum Werden!

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Dritter Ort: Hoevelhof

Auf einem ehemaligen Zechengelände „Schirrhof“ gelegen, wurde das Familien-, Kultur- und Bildungszentrum um den Dritten Ort ergänzt. Im ehemaligen „Pferdestall“, einem großen multifunktional nutzbaren Raum, finden nun u.a. Konzerte, Lesungen und Ausstellungen statt. Er dient jedoch auch vielen Ehrenamtlichen als Raum für ihr Engagement. Im Garten trifft sich das Färbergarten-Netzwerk, der nah gelegene Pump-Track dient v. a. Jugendlichen als Treffpunkt, regelmäßige offene Angebote führen Menschen im Schirrhof zusammen.

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Dritter Ort: Kamp-Lintfort

„Gesellschaftliche Gestaltungsmacht“ erfahrbar machen sieht der Jugendkulturverein „Crew e. V.“ als seinen Auftrag. Seinen Dritten Ort verwirklicht er als „Treffpunkt für entwicklungs- und veränderungsfreudige Menschen“ im Naturfreundehaus Leichlingen. Kunst und Theater, Jugendarbeit und eine Ehrenamtsakademie sind die Nutzungsbausteine, hinzu kommt ein von Jugendlichen betriebenes „Bauwagen-Bistro“.

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Dritter Ort: Leichlingen

Mit dem „DODO-Treff“ kam neues Leben in ein „Doppel-Dorf“ in der Eifel: Das alte Dorfgemeinschaftshaus ist durch den tatkräftigen Umbau zu einem neuen Anlaufpunkt im Dorf geworden. Ein gemütlicher Raum mit Gastronomie ist entstanden, in dem man sich trifft, in dem Kinder gemeinsam malen, in dessen Biergarten Konzerte eine Bühne beleben. Und das ist noch nicht alles, denn es geht weiter. Ein Neubau mit Festhalle ist in nächster Nähe im Werden, in den der DODO-Treff umziehen wird. Und das alles im Ehrenamt! Ein handfestes, bodenständiges Konzept, ohne hausbacken zu sein. Der Paradiesvogel fliegt…

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Dritter Ort: Merchernich

Dieser Name ist Programm: „Verve! Gemeinschaft, Kultur & Schwung für Neubeckum“ nennt sich der junge Verein in Neubeckum, der Träger des Dritten Ortes ist. Begeisterung für den Stadtteil und für frische Ideen tragen sie in ein Ladenlokal, das zum Stadtteilwohnzimmer umgebaut wurde. Mit Hilfe der Förderung konnte ein einladender Raum für unterschiedliche Menschen, verschiedenste kulturelle Inhalte und auch für Veränderungen im Miteinander geschaffen werden.

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Dritter Ort: Neubeckum

Steinhagen setzt auf ein starkes kulturelles Profil und kann in dieser Hinsicht auf ein breites bürgerschaftliches Engagement zurückgreifen. Rund um einen zentral in der Ortsmitte gelegenen Platz – den Innenhof im Schlichte-Carree – gruppiert sich ein Ensemble kultureller Gelegenheiten, das sich vernetzt, belebt und bewegt. Dreh- und Angelpunkt ist die Gemeindebibliothek, die sich zum Aufenthaltsort weiterentwickelt hat. Hier begegnen und inspirieren sich Menschen jeden Alters, lernen von- und miteinander, tauschen sich aus und bringen ihre Ideen ein. Hier kann man Kultur ohne Barrieren und Hemmschwellen erleben – interkulturell, generationen- und spartenübergreifend.

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Dritter Ort: Steinhagen

Tag der Dritten Orte am 12. August 2023

1 Tag – 26 Orte der Begegnung – 100 % Kultur! Der Tag der Dritten Orte bot am Samstag, den 12.08.2023, in ganz Nordrhein-Westfalen unterschiedliche Veranstaltungen in allen Kultur-Bereichen: vom internationalen Frühstücksbrunch oder Mehrgenerationen-Kochen über die Ton-Freiluftwerkstatt für Kinder bis zur Theatervorstellung oder dem DJ-Set am Abend für junge Erwachsene. Er belegte eindrucksvoll die kulturelle Vielfalt, die enorme Bereitschaft zum bürgerschaftlichen Engagement und das gute Miteinander in den ländlich geprägten Regionen in Nordrhein-Westfalen.

Logo: Tag der Dritten Orte

Förderprogramm "Dritte Orte" Häufig gestellt Fragen und Antworten (FAQ)

In allen Regionen Nordrhein-Westfalens soll der Zugang zu Kunst, Kultur und kultureller Bildung gewährleistet sein. Die Sicherung einer kulturellen Grundversorgung steht in eher ländlichen, strukturschwachen Regionen besonderen Herausforderungen gegenüber. Gleichzeitig brechen auch (andere) Orte der Begegnung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts wie z.B. Kirchen oder Begegnungszentren weg. Mit dem Programm "Dritte Orte" werden für bedarfs- und beteiligungsorientierte sowie innovative Vorgehensweisen im Hinblick auf die Transformation von Kultureinrichtungen Anreize geschaffen und Unterstützung angeboten.

 

Den "Dritten Ort" gibt es nicht, er entsteht im besten Fall "von unten", anlässlich einer spezifischen Situation vor Ort, orientiert an lokalen Bedarfen und Ressourcen und/oder durch engagierte Personen bzw. Einrichtungen. Als Rahmen gilt: ein "Dritter Ort" im Sinne des Förderprogramms ist

  1. ein Ort der Kultur (und Bildung),
  2. ein Ort der Begegnung,
  3. ein Ort der Vernetzung.

Den ländlichen Raum im Sinne des Förderprogramms beschreibt die „Gebietskulisse Ländlicher Raum Nordrhein-Westfalen“. Sie wurde vom Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MLV) im Mai 2023 neu definiert und wird auch für andere Förderprogramme angewendet. Die Antragsteller müssen in ihrer Bewerbung einen besonderen Bedarf bzw. eine besondere Funktion (z. B. regionaler Ankerpunkt) aufgrund ihrer Lage im ländlichen Raum darstellen bzw. können innovative und kooperative Ansätze für die kulturelle Infrastruktur beschreiben.

Newsletter

Der Newsletter des Programmbüros Dritte Orte informiert mehrmals im Jahr über die geförderten Projekte: gute Praxis, hilfreiche Erfahrungswerte, interessante Kultur-Termine und Highlights. Hinzu kommen Hinweise auf Förderungen im Bereich Bürgerengagement und Kultur. Interessierte melden Sie sich gern über diesen Link für den Newsletter an.

Hinweis: Öffnen sich die PDF-Dokumente in Ihrem Browser, so können Sie sie über "Datei", "Speichern unter" als eigene Datei auf Ihrem Computer abspeichern.

Weiteres zur Kulturförderung im ländlichen Raum Bundesprogramm Aller.Land

„Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.“ wurde im Mai 2023 von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gemeinsam mit dem Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) als Programmpartner gestartet. Der Bund stellt dafür von 2023 bis 2030 insgesamt 69,4 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus) sowie aus Mitteln der bpb zur Verfügung. Die ausgewählten Regionen beteiligen sich ab 2025 mit einer Kofinanzierung von 5,9 Millionen Euro.

Weitere Informationen zum Thema "Aller.Land" finden Sie hier: Link zur Website

Zu den teilnehmenden Regionen aus Nordrhein-Westfalen gehören:

Weitere Regionen befinden sich noch in der Prüfung.

Sie haben Fragen? Ihr Kontakt

Programmbüro "Dritte Orte"

c/o startklar a+b GmbH
Ruhrstr. 18
58239 Schwerte
Tel.: 02304 -201 3007
E-Mail: info [at] dritteorte.nrw (info[at]dritteorte[dot]nrw)

Ministerium für Kultur und Wissenschaft

Laura Weiß
Tel.:0211 896-4218
E-Mail: laura.weiss [at] mkw.nrw.de (laura[dot]weiss[at]mkw[dot]nrw[dot]de)

Andrea Hankeln
Tel.:0211 896-4820
E-Mail: andrea.hankeln [at] mkw.nrw.de (andrea[dot]hankeln[at]mkw[dot]nrw[dot]de)

Julia Haala
Tel.:0211 896-4253
E-Mail: julia.haala [at] mkw.nrw.de (julia[dot]haala[at]mkw[dot]nrw[dot]de)